Ziel ist nicht gleich Ziel – gut gewählte Ziele sind der Schlüssel zum Erfolg!

Liebe Leserin, lieber Leser,

im letzten Artikel ging es die positive Kraft, die durch Zielsetzung entsteht. Um eine Zielsetzung wirklich erfolgreich zu gestalten, sind zwei wichtige Faktoren zu beachten. Zum einen die Frage, um welche Art von Ziel es geht, zum anderen die Zielformulierung selbst.

Im heutigen Artikel geht es um unterschiedliche Arten von Zielen.

Erhalt, Veränderung, Innovation:

Um die Arbeit mit Zielen so zu gestalten, dass sie nicht zur Überforderung wird, sondern gute Unterstützung bietet, ist es sehr nützlich und sinnvoll, Ziele zu kategorisieren.

Man kann Ziele in Erhaltungsziele, Veränderungsziele und Innovationsziele unterteilen.

Am Beispiel des Themas Gesundheit möchte ich die Funktion und Bedeutung dieser Kategorisierung näher erläutern:

 

a) Erhaltungsziele:

Angenommen Frau x hätte die Absicht, sich dem Thema Gesundheit und Wohlbefinden mehr zu widmen bzw. ihr Leben gesünder zu gestalten. Dann wäre die erste Frage, was sie in dieser Hinsicht bereits erfolgreich unternimmt. Beispielsweise achtet sie sehr auf ausgewogene und gesunde Ernährung, weil sie spürt, dass ihr das gut tut und ihr Kraft gibt.

Erhaltungsziele könnten hier sein:

  • hochwertige, frische Lebensmittel kaufen (Obst, Gemüse)
  • Essen selbst zubereiten
  • auf ausgewogene Ernährung achten
  • wenig Süßigkeiten, fast food
  • Mahlzeiten mit Zeit und Ruhe gestalten

Es ist sinnvoll, diese Dinge / Erhaltungsziele schriftlich festzuhalten und in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob man sie weiterhin beachtet und umsetzt.

 

b) Veränderungsziele:

Weiterhin angenommen, Frau X fühlt sich manchmal unwohl und unausgeglichen, weil sie sich zu wenig bewegt, zu wenig Sport macht. Hier wäre jetzt die nächste Frage, welchen Sport/ welche Aktivität sie gern machen würde. Die zweite Frage wäre, wie sie diese Aktivität in ihren Alltag einbauen kann, sodass es für sie einen positiven Effekt hat und sie auch dauerhaft bei der Sache bleiben kann.

Ein Veränderungsziel könnte sein:

  • drei mal pro Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder
  • eine sportliche Aktivität im Verein o.ä. oder
  • sich einem Lauftreff anschließen oder

Wichtig ist hier zum einen, dass die ausgewählte Aktivität für Frau X wirklich attraktiv ist, damit sie längerfristig motiviert bei der Sache bleibt. Außerdem ist zu beachten, dass sie sich zu Beginn nicht zu viel vornimmt (sowohl inhaltlich als auch zeitlich), um eine Überforderung zu vermeiden.

Zur Umsetzung eines Veränderungsziels ist  „zusätzliche Energie“ erforderlich. Daher ist es wichtig, das Ziel so auszuwählen, dass es mit den vorhandenen Ressourcen umsetzbar ist.

 

c) Innovationsziele:

Frau X ist sich also nun ihrer Erhaltungsziele bewusst und achtet darauf, diese beizubehalten. Ihre sportliche Aktivität konnte sie erfolgreich in ihren Alltag integrieren und sie fühlt sich auch schon viel besser als zuvor. Allerdings ist ihr aufgefallen, dass sie sich aufgrund ihrer hohen Verantwortungsbereitschaft oft gestresst fühlt. Sie ist dann zum einen unzufrieden mit sich selbst, zum anderen ist sie unzufrieden mit dem Verhalten anderer, die vielleicht weniger bereit sind, sich für Ding / Situationen verantwortlich zu fühlen. Daher würde sie diese Eigenschaft gern ändern.

Da es sich hierbei um ein Muster handelt, dass zur Persönlichkeit von Frau X gehört, ist es nicht so leicht, hier eine Änderung herbeizuführen. Eine Verhaltensänderung auf dieser Ebene wäre für Frau X eine Innovation.

Das Innovationsziel könnte sein:

  • mithilfe äußerer Unterstützung (Beratung/ Coaching) zu lernen, Verantwortung/ Verantwortlichkeit am Beispiel konkreter Situationen bewusst einzuschätzen, umfassender zu sehen und neu zu bewerten

Die Veränderung eines solchen Musters erfordert viel Zeit, Bereitschaft, Bewusstheit und Kontinuität, da alte, zumeist unbewusste Muster sehr tief in unser Verhaltensrepertoire integriert sind.

Zur Umsetzung eines Innovationsziels ist daher noch mehr „Energie“ erforderlich und vielleicht auch die Nutzung von „externen Ressourcen“.

 

Wenn man diese Kategorisierung außer Acht lässt, kann es leicht passieren, dass man die Erhaltungsziel gar nicht berücksichtigt, das es sich um Aspekte handelt, die ja bereits realisiert werden, Die Ziel aus den beiden anderen Bereichen sollten sorgsam gewählt werden, damit man dem erforderlichen Aufwand gerecht werden kann.

Bei der Planung eines Vorhabens/ Projektes ist es daher gut, sich alle Bereiche vor Augen zu führen, um passende und gleichermaßen realisierbare Ziel festzulegen.

Ich hoffe, anhand der Erläuterungen und des Beispiels ist klarer geworden, wie wichtig die Kategorisierung von Ziele für das Gelingen eines Vorhabens ist.

Viel Erfolg & bis bald!!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.